Pflege und Entwicklung der heimischen Landschaft

Der Heimatverein: seit 1968 als eingetragener Verein aktiv

Vom 19. - 21.05.2018 feiert der Heimatverein sein 50-jähriges Bestehen.

 

K640_DSC_0259-bDer freundliche Empfang, wenn Sie nach Hücker-Aschen kommen...
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

K640_DSC_0257-bDer freundliche Empfang, wenn Sie nach Hücker-Aschen kommen...
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Die ersten Jahre

Das erste Protokoll des (noch nicht gegründeten) Heimatvereins Hücker-Aschen, geschrieben von Hans Tiemann, beginnt wie folgt: “Am 8. Januar 1968 wurde durch den Gemeinderat Hücker-Aschen angeregt, einen Heimat- und Verkehrsverein zu gründen...”

K640_Seite-03aDas erste Protokoll der Gründungsabsicht
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

Man schrieb den 16. April 1968. Horst Fischer-Riepe, der letzte Bürgermeister, der bis zum 31.12.1968 eigenständigen Gemeinde Hücker-Aschen, hatte zur Gründung eines Heimatvereins in die Gaststätte Dieckmann eingeladen. An diesem Tage wurde der neue Verein dann auch “aus der Taufe gehoben”. Der neue Verein sollte dann für den Fremdenverkehr werben und an der Ausschreibung “Unser Dorf soll schöner werden” teilnehmen. Zwischen 1975 bis 1983 beteiligte sich Hücker-Aschen fünfmal an diesem Wettbewerb. Die in der Heimatstube an der Windmühle aufgehängten Urkunden sind dafür ein Beweis.

Ein weiterer wichtiger Anlass für eine derartige Vereinsgründung war sicherlich die zum 01. Januar 1969 wirksam werdende Gebietsreform. Sie bedeutete das Ende der Eigenständigkeit vieler Landgemeinden. Hücker-Aschen bildete nunmehr mit Spenge, Lenzinghausen, Bardüttingdorf und Wallenbrück die neue Stadt Spenge. Man befürchtete, wie vielerorts so auch in Hücker-Aschen, den Verlust einer eigenen Identität.

 

K640_Seite-01aDas Original-Protokoll der Gründungsversammlung vom 16. April 1968
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

K640_Seite-05aDas Original-Protokoll der Gründungsversammlung vom 16. April 1968
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

K640_Seite-07aDas Original-Protokoll der Gründungsversammlung vom 16. April 1968
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

Die ersten Protokolle berichteten von vielen Arbeitseinsätzen der Mitglieder. Da galt es Ruhebänke und Abfallkörbe aufzustellen, Schaukästen aufzuhängen und die örtlichen gärtnerischen Anlagen zu pflegen. Die Vorgärten der Einwohner wurden bewertet, wofür der Verein jährlich 3 Preise ausgesetzt hatte.

Der Heimatverein Hücker-Aschen ist einer der jüngeren Vereine in der beachtlichen Zahl von 8 Vereinen in der ehemaligen Gemeinde. Am 1. März 1969 zählte er bereits 60 Mitglieder. 2015 hat der Verein 177 Mitglieder.

“Der Verein ist bestrebt, die Eigenart der heimatlichen Landschaft, wie sie naturgegeben und geschichtlich geworden ist, sowie sie in Sitte und Brauchtum zu erfassen, zu pflegen und sinnvoll weiter zu entwickeln.” So heißt es im § 2 der Satzung des Heimatvereins Hücker-Aschen.

Die Windmühle auf dem Gehlenbrink
Nach der gelungenen Renovierung der Dieckmann’schen Windmühle auf dem Gehlenbrink übernahm der Heimatverein in Absprache mit der Stadt Spenge die Pflege dieses Kulturdenkmal und des Mühlenhofes. In der Heimatstube neben der Mühle hat der Verein seine Bleibe gefunden. Ein umfangreiches Jahresprogramm gibt jedes Jahr Auskunft über die vielen Aktivitäten des Vereins: Pflege der Anlagen, Osterfeuer, Mühlentage, Fahrten, Wanderungen, plattdeutsche Abende, plattdeutsche Gottesdienste, Vorträge, monatliche Klönabende u.v.m. sind dort zu finden.

 

Namen und Daten der Vereinsführung:

1. Vorsitzender

Willi Redecker - 1968-1970

Horst Piepenbrink - 1971-1979

Erwin Werries - 1980 - 1985

Wilfried Brandhorst - 1986 - 1993

Heinz Elling - 1994 - 2016

Michael Darnauer - 2016 -

 

2. Vorsitzender

Hans Tiemann - 1968 - 1969

Klaus-W. Kronfeld - 1970

Friedhelm Grothaus - 1971 - 1972

Erwin Werries - 1973 - 1979

Wilfried Brandhorst - 1980 - 1985

Heinz Elling - 1986 - 1993

Manfred Babenhauserheide - 1994 - 2016

Ulrich Placke - 2016 -

 

Mitgliederzahlen:

(Stand jeweils am 31.12. des Jahres)

1968      40
1969      62
1970      80
1971    100
1972    nicht aufgeführt
1973      99
1974    106
1975    120
1976    133
1977    138
1978    142
1979    nicht aufgeführt
1980    155
1981    162
1982    150
1983    155
1984    153
1985    144
1986    144
1987    146
1988    159
1989    nicht aufgeführt
1990    161
1991    165
1992    164
1993    168
1994    176
1995    176
1996    177
1997    182
1998    182
1999    182
2000    182
2001    185
2002    185
2003    184
2004    179
2005    173
2006    178
2007    169
2008    173
2009    167
2010    167
2011    173
2012    183
2013    177
2014    180
2015    177
2016    173
2017

 

 

Heimatverein Hücker-Aschen feierte stilvoll sein 25jähriges Jubiläum

„Toleranz und Geborgenheit“

Vor stilvoller Kulisse feierte der Heimatverein Hücker-Aschen sein 25-jähriges Jubiläum. Viele Gäste waren aus nah und fern gekommen, um auf dem Hof der der restaurierten Mühle mit dem „Jubilar“ Geburtstag zu feiern. Zugegen waren Stadtdirektor Günter Heimminghaus, Bürgermeister Karl-Heinz Wiegelmann, Ortsvorsteherin Marion Kirchhoff, Kreisheimatpfleger Heinrich Möhlmann, die örtlichen Vereine und die Trachtengruppe Grönegau.

Im Mittelpunkt stand die Gründungsgeschichte und der Begriff „Heimat“. Die Feierstunde wurde mit einem Beitrag des Posaunenchores Hücker-Aschen eröffnet. Der Vorsitzende des Heimatverein, Wilfried Brandhorst, begrüßte die Gäste. Er schilderte, wie vor 25 Jahren der Verein „aus der Taufe gehoben“ wurde. Im Jahr 1968 stand die kommunale Neugliederung bevor. Die Hückeraner Bürger befürchteten einen Identitätsverlust. Der damalige Gemeinderat regte daraufhin die Gründung eines Heimatvereins an, was von den Gründungsmitgliedern in der Gaststätte Zur Mühle auf einer ersten Sitzung in die Tat umgesetzt wurde. Es waren damals Willi Redecker, Gerhard Stähr, Wilfried Brandhorst, Willy Wittemeier, Horst Fischer-Riepe, Martin Müller, Josef Kotlefski und Horst Piepenbrink, die die ersten Zielvorstellungen entwickelten.

Bis heute hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, durch ordentliche Gärten, Straßen, Wege, Bürgersteige und Plätze zur Verschönerung des Dorfes, das seit mehr als 800 Jahren besteht, beizutragen.

Sehr eindrucksvoll sind diese Ziele an der Windmühle umgesetzt. Nur der jahrelangen Arbeit des Heimatvereins sei es zu verdanken, dass das historische Gebäude in seiner jetzigen Gestalt dem Dorfkern erhalten blieb.

Bürgermeister Karl-Heinz Wiegelmann betonte die Wichtigkeit des Engagements der Heimatfreunde. „Die Ziele waren goldrichtig“, so der Ratsvorsitzende. Doch trotz aller Bemühungen auch seitens der Politiker seien doch einige Veränderungen eingetreten. „Der Verlust der Grundschule, kaum Einkaufsmöglichkeiten und wenig  Gaststätten sind die Ergebnisse der kommunalen Neugliederung“, bemerkte der Bürgermeister. Dies sei möglicherweise aber auch im Verhalten jedes Einzelnen begründet.

Vieles sei aber auch erhalten geblieben, so zum Beispiel die Windmühle. „Würde es diesen Verein nicht geben, müsste man ihn gründen“, stellte Karl-Heinz Wiegelmann fest.

Auch auf den „Heimatbegriff“ ging der Bürgermeister ein. Heimat muss Geborgenheit, Aufgeschlossenheit und Toleranz bedeuten. „Behandeln Sie jeden Fremden, wie auch Sie behandelt werden wollen“, appellierte Karl-Heinz Wiegelmann an alle Anwesenden. Als Gastgeschenk überreichte er eine selbstgefertigte Glasmalerei, die die Windmühle zeigt.

Kreisheimatpfleger Heinrich Möhlmann ging ebenfalls auf die von Karl-Heinz Wiegelmann angesprochenen Punkte ein. Heimatvereine würden ein gesellschaftliches Verantwortungsgefühl für ihr Heimatdorf zeigen, stelle der Kreisheimatpfleger fest. „Ein Dorf lebt von seiner Geschichte. In dieser Umgebung suchen wir unsere Identität“.

Heinrich Möhlmann betonte, dass Heimatpflege nicht vorgegeben sei, sondern vom Denken und Handeln der Menschen beeinflusst werde. Bei Naturschutz, Denkmalschutz und Traditionspflege dürfe niemals außer acht gelassen werden, dass der Mensch im Mittelpunkt stehe.

Westfalen-Blatt Nr. 134 vom 14.06.1993

 

 

Heimatverein Hücker-Aschen unterstützt Projekt »Freiwilliges Kirchgeld«

311 Euro hat der Heimatverein Hücker-Aschen mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen nach dem Plattdeutschen Gottesdienst mit Präses Alfred Buß eingenommen. Am vergangenen Freitag überreichten die Mitglieder einen symbolischen Scheck an Pfarrer Markus Malitte.

Alle Einnahmen des Kuchenverkaufs spendete der Heimatverein für den Erhalt der kirchlichen Gebäude, zu denen neben der Kirche und dem Gemeindehaus auch die Kapelle in Groß Aschen gehört. »Das Geld wird mit in das Projekt freiwilliges Kirchgeld fließen«, sagte Malitte.

Der Heimatverein hoffe, dass diese Hilfsaktion Nachahmer in der Gemeinde findet, damit die Finanzierungslücke für den Unterhalt der kirchlichen Gebäude dauerhaft gedeckt werde und das Gemeindeleben unverändert stattfinden könne, so der erste Vorsitzende Heinz Elling.

Anlass für den Gottesdienst und das anschließende Kaffeetrinken war das 20-jährige Bestehen der plattdeutschen Gottesdienste, die Werner Schlüpmann von Beginn an vorbereitete und maßgeblich mit gestaltete. Karin Elling und Helga Babenhauserheide vom Heimatverein hatten zur Feier des Tages auch extra ihre selbstgenähten historischen Trachten angezogen.

10 000 Euro, so groß ist der Betrag, den die Kirchengemeinde Hücker-Aschen insgesamt zum Erhalt der Gebäude aufbringen muss. Denn auch die Kirchengemeinde Spenge muss ihren Beitrag leisten, um ein Defizit von mehr als drei Millionen Euro im Kirchenkreis Herford auszugleichen. Dafür hatte die Kirchengemeinde ihre Mitglieder zur Unterstützung in Form des »freiwilligen Kirchgeldes« aufgerufen.

Spenger Nachrichten vom 05.11.2007

 

K640_P1080838-web-640Erinnerungstafel, wenn Sie nach Hücker-Aschen kommen...
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

Schleifstein dreht sich an der Mühle

Besucher können Messer selber schärfen - Einblick in altes Handwerk

Landwirtschaftliche Kleingeräte wie Sense und Schlegel und weitere Arbeitsmittel der Handwerker früherer Zeit sind während des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag, 28. Mai 2012, auf dem Gelände der Wallholländer-Windmühle am Windmühlenweg auf dem Gehlenbrink ausgestellt.

Sicherlich interessant für alle Besucher: ein von Hand betriebener und ein elektrischer Schleifstein. Und wer möchte, kann damit seine Messer und Scheren direkt an der Mühle selbst schärfen. Von 10 bis 18 Uhr sind die Mühle und die benachbarte Heimatstube geöffnet.

Angeboten werden Führungen durch die mehrgeschossige Mühle mit Erläuterung der Technik. Die Flügel werden an diesem Tag durch die Kraft des Windes angetrieben. Von der heimischen Landwirtsfamilie Wehrmann-Warning zur Verfügung gestelltes Korn wird zu Schrot gemahlen.

Rechtzeitig zum Mühlentag hat der Heimatverein Hücker-Aschen in Eigenregie und auf eigene Kosten die vor dem Mühlenrundling aufgestellte Informationstafel mit allen bedeutsamen Ereignissen auf den aktuellen Stand gebracht. 1861 wurde die Windmühle von Müllermeister Dieckmann errichtet.

Spenger Nachrichten vom 24.05.2012

 

 

Windige Schmuckstücke

Am Mühlentag sind Hücker-Aschen und Westhoyel beliebte Ziele

Holländische Windmühlen in der sanft geschwungenen ostwestfälischen Hügellandschaft sind ein beliebtes Feiertags-Ausflugsziel. Die Spenger hat es zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag vor allem nach Hücker-Aschen und Westhoyel gezogen.

Ganz oben auf der Hücker-Aschener Windmühle erklärt Hans-Dieter Vordtriede, wie die raffinierte Mechanik funktioniert. Unten, zwischen Mühle und Heimatstube, bewirten die Mitglieder des Heimatvereins ihre Gäste.

In Hücker-Aschen zeigte der Heimatverein stolz sein Schmuckstück: die Wallholländer-Windmühle von 1860, die die Heimatfreunde seit mehr als 30 Jahren pflegen. Dank ihnen ist das Bauwerk innen wie außen noch bestens in Schuss. Hoch oben auf dem Mühlenkopf erklärt Hans-Dieter Vordtriede die ausgeklügelte Mechanik der Anlage. Solange der Wind das kleine Rad auf dem Mühlendach dreht, dreht sich auch der gesamte Mühlenkopf - bis die Flügel genau im Wind stehen. Die wiederum treiben dann die Mahlwerke an. »Die Müller mussten früher die Säcke mit dem Korn bis ganz oben in die Mühle heben, wo es zunächst gerüttelt wurde«, erzählt Vordtriede. In den Stockwerken darunter finde dann der eigentliche Mahlvorgang statt.

Zurzeit allerdings funktioniert die Mühle nur per Elektroantrieb. Zum Mühlentag mahlten die Heimatfreunde Schrot, kredenzten Schmalzbrote und Strammen Max und präsentierten historische Handwerksgeräte.

In Westhoyel ist die Wallholländermühle von 1870 voll betriebsfähig. Auch diese Mühle ist in den 1980er und 90er Jahren umfangreich restauriert worden.

Gerade sind neue Segel eingetroffen, und am Pfingstmontag blies der Wind hinreichend stark über die Felder zwischen Spenge und Riemsloh. So konnten die Mitglieder des Vereins zur Restaurierung und Erhaltung der Westhoyeler Windmühle tatsächlich Mehl mahlen. »Daraus backen wir vor Ort Brot und Kuchen«, sagt Peter Berndt, stellvertretender Vorsitzender des Mühlenvereins.

Zum Mühlentag gab es allerdings nur Kuchen, wegen des großen Andrangs. Weit mehr als 1000 Besucher waren gekommen. Neben der tollen Mechanik lockte buntes Programm mit Hüpfburg, Verpflegung und Vorführungen des Volkstanzkreises Halle.

Spenger Nachrichten vom 29.05.2012 von Thomas Meyer
 

 

Geschichten auf Platt

Heimatfreunde erzählen

Der Heimatverein Hücker-Aschen hat mit einer Tradition gebrochen: Statt des seit Jahrzehnten von Werner Schlüpmann (Schlüp‘n Werner) und seiner Ehegattin Ute organisierten Pickertessens während der Plattdeutschen R(St)unde, hatte der von Ulrich Placke geleitete Festausschuss erstmals zu einem Grünkohlessen in die Gaststätte Weinhorst in Häger eingeladen. Fast 40 Heimatfreunde nahmen daran teil. “Das alteingesessene Gasthaus bot eine rustikale Atmosphäre für diese Premiere”, waren sich alle einig.

Damit das Plattdeutsche nach dem Essen nicht zu kurz kam, dafür sorgte Schlüp‘n Werner. Er berichtete aus seiner Zeit als Schuljunge in Kölkebeck im Altkreis Halle, als Plattdeutsch Umgangssprache und Hochdeutsch erste Fremdsprache war. Ferner trug er die aus seiner Feder stammende Geschichte »Auk Louis Armstrong feng mol lüttk an« vor, in der der 14 Jahre alte Jan Wilhelm aus Hücker-Aschen als musikalisches Talent die Hauptrolle spielt.

Wilfried Brandhorst, auch ein Kenner des Plattdeutschen, berichtete aus der Zeit vor mehr als einem halben Jahrhundert, als die heutigen Zier- noch Nutzgärten waren und der Grünkohl nach dem ersten Frost als wichtiges Lebensmittel geerntet wurde.

Spenger Nachrichten vom 18.02.2013
 

 

Rose hält die Flügel im Wind

Beim Mühlentag in Hücker-Aschen auch Alttraktoren präsentiert

Wenn der Heimatverein Hücker-Aschen am Pfingstmontag zum Mühlentag einlädt, dann steht der fünfjährige Mats ungeduldig in den Startlöchern. Der Bünder gehört zu den Stammbesuchern, er ist seit drei Jahren immer dabei. »Ich schaue gerne beim Mahlen zu«, erzählt er. Daher war ein Rundgang durch die Wallholländer Windmühle für ihn Pflicht.

Über den Dächern von Hücker-Aschen: Hans-Dieter Vordtriede erklärt den Besuchern den Mechanismus, mit der in der Wallholländer-Windmühle am Gehlenbrink in Hücker-Aschen das Korn zu Mehl gemahlen werden kann

Mehr als 150 Besucher ließen sich es nicht nehmen, das Innere der Mühle zu erkunden. Was viele nicht wussten: Ohne den Heimatverein Hücker-Aschen würde die Windmühle, die bereits 152 Jahre alt ist, gar nicht mehr existieren. Die engagierten Bürger setzten sich dafür ein, dass die Windmühle 1979 restauriert wurde.

»Ohne diese Maßnahme wäre sie mehr und mehr in sich zusammengefallen«, erklärte Heinz Elling, Vorsitzender des Heimatvereins Hücker-Aschen. Ein Abriss wäre unausweichlich gewesen. Doch zum Glück wurde die Wallholländer-Windmühle nicht nur erhalten, sondern wieder voll funktionsfähig gemacht.

So besitzt die Mühle nun wieder einen Elektromotor – zum Antrieb des Mahlgangs. »Früher wurde auch auf Motorkraft gesetzt, da der Wind nicht immer ausreichend vorhanden war«, erläuterte Heinz Elling. Dies habe die Arbeit für die Müller erheblich erleichtert.

Ab 1911 drehte eine Windrose die Kappe in den Wind. Wie diese Technik funktionierte, konnten die Besucher hautnah erleben – doch dafür mussten sie zunächst ein paar schmale Holzleitern hochklettern. Ganz wie der Müller in früheren Zeiten. Hans-Dieter Vordtriede erklärte oben auf dem Mühlenkopf den Mechanismus der Flügel. Die Windrose sorgt dafür, dass die Flügel genau im Wind stehen, damit diese dann die Mahlwerke antreiben können. »Zur besseren Übersetzung haben wir vor knapp zehn Jahren noch ein kleines Zahnrad dazwischen gebaut«, berichtete Hans-Dieter Vordtriede.

Auch Freunde von Alttraktoren kamen auf ihre Kosten: Vier Traktoren aus den 1940er und 1950er Jahren konnten begutachtet werden. Der eine oder andere Alttraktoren-Liebhaber nahm zur Probe auf dem Fahrersitz Platz – quasi wie bei der Präsentation eines Neuwagens. »Diese Maschinen sind aus der Zeit, als der Übergang von Pferd auf Traktor stattfand«, sagte Ulrich Placke, Festausschuss-Vorsitzender des Heimatvereins. Diese erleichterten früher das Säen und Pflügen.

Trotz des regnerischen Wetters fanden sich viele Hücker-Aschener zwischen Mühle und Heimatstube ein, um den selbst zubereiteten Kuchen oder eine Bratwurst zu probieren. »Das ist schon eine Art Dorftreff«, berichtete Pressewart Jürgen Wildt.

Auch im nächsten Jahr steht wieder der Mühlentag am Pfingstmontag in Hücker-Aschen an. Dann bereits zum 20. Mal. Aufgrund des kleinen Jubiläums soll das Programm morgens mit einem Gottesdienst an der Windmühle eröffnet werden.

Die Stammgäste haben sich diesen Termin mit Sicherheit schon rot im Kalender angestrichen. Die anderen können dies noch nachholen. Schließlich bleiben noch zwölf Monate Zeit, um sich auf das Ereignis zu freuen und vorzubereiten.

Spenger Nachrichten vom 22.05.2013 von Niklas Krämer

 

 

Der alte Ackerwagen des Heimatvereins Hücker-Aschen wird wieder neu geschmückt (Mai 2016)

Einige Mitglieder des Heimatvereins Hücker-Aschen haben wieder den alten Ackerwagen an der Bünder Str./ Ecke Gehlenbrink neu bepflanzt. Herbert Hagemeyer hat seinen Wagen in diesem Jahr bereits zum sechzehnten Mal zur Verfügung gestellt, damit Geranien, Wandelröschen, Husarenköpfchen, Petunien und weitere bunte Sommerblumen gepflanzt werden konnten.

In wenigen Wochen wird sich der alte Ackerwagen in ein Blumenmeer verwandelt haben und für einen ganz besonders schönen Anblick sorgen.

Etliche Blumen hatten Hilde Ostermann und Herbert Hagemeyer in ihrem Wintergarten durch den Winter gebracht. Die übrigen Blumen und den Torf hatte die in Hücker-Aschen ansässige Baumschule von Heimatfreund Karl-Wilhelm Vogt (siehe hier) auch in diesem Jahr zur Verfügung gestellt.

Nach der Pflanzaktion gab es für die fleißigen Helfer einen kleinen Imbiss mit Umtrunk.

 

 

K640_DSC_0001b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

K640_DSC_0006b-640webDer alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0018b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0033b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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FoK640_DSC_0012b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0013b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0019b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0020b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_DSC_0030b-web-640Der alte Ackerwagen wird wieder geschmückt
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K640_130205-1953-spBisheriger Vorsitzender des Heimatvereins Hücker-Aschen e.V.
Heinz Elling.
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

K640_DSC_0016bbBisheriger Vorsitzender des Heimatvereins Hücker-Aschen e.V.
Heinz Elling.
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

 

Stadtpreis 2011 für Heinz Elling

Die Jury für die Vergabe des Stadtpreises und des Kulturförderpreises unter Vorsitz von Bürgermeister Bernd Dumcke hat die Preisträger 2011 einstimmig gewählt.

Der diesjährige Stadtpreis wird verliehen an Heinz Elling. Er erhält ihn für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement als erster Vorsitzender des Heimatvereins Hücker-Aschen. "Mit unermüdlichem Engagement setzt er sich für den Ortsteil Hücker-Aschen ein. Eine Herzensangelegenheit war und ist ihm der Erhalt und die Restaurierung der Wallholländermühle Dieckmann auf dem Gehlenbrink in Hücker-Aschen", heißt es in der Begründung.

Das heutige Aussehen der Windmühle sei ohne Elling nicht denkbar. Er werde nicht müde, sich immer wieder mit Denkanstößen und großem handwerklichen Geschick für den Erhalt der denkmalgeschützten Windmühle einzusetzen. Die Windmühle sei inzwischen wieder zu einem Schmuckstück und beliebten Treffpunkt im Stadtteil Hücker-Aschen geworden. Das Jubiläum "150 Jahre Windmühle Dieckmann auf dem Gehlenbrink" im Juni dieses Jahres habe dies eindrucksvoll bestätigt.

 

 

Wechsel an der Spitze des Heimatvereins Hücker-Aschen:

Heinz Elling gibt Amt ab

Von Siegfried Huss

 

Darnauer-01Neuer 1. Vorsitzender seit 2016:
Michael Darnauer, Laimbrink 2, 32139 Spenge, Telefon: 05225 - 601281
Foto: GÜNTER ELLENBERG

 

Generationenwechsel im Heimatverein Hücker-Aschen: Michael Darnauer (44) wird neuer Vorsitzender der Heimatfreunde und löst damit Heinz Elling (76) ab.

Dieser hatte dem Verein 22 Jahre vorgestanden und war etwa 30 Jahre im Vorstand tätig. »Ich werde die bislang bewährte Arbeit von Heinz Elling fortführen.

In Hücker-Aschen geboren und aufgewachsen, möchte ich dazu beitragen, die Vereinsführung und auch das Vereinsleben weiter zu verjüngen«, versprach Michael Darnauer während der Jahreshauptversammlung vor gut 40 Heimatfreunden.

»Schwerpunkte meiner künftigen Vorstandsarbeit werden die Erhaltung und Pflege unserer Wallholländer-Windmühle, wie auch die Plattdeutsche Runde sein. Da das Interesse an plattdeutscher Geschichte sehr gut ist und angenommen wird, liegt mir der Erhalt der plattdeutschen Mundart am Herzen«, sagte er.

Vor gut zwei Jahren sei er durch seinen Nachbarn Ulrich Placke zum Heimatverein gestoßen. Placke selbst löste nach langjähriger Vorstandsarbeit Manfred Babenhauserheide als stellvertretenden Vorsitzenden ab. Pressewart Jürgen Wildt übergab seine Aufgaben indes an Schriftführer Wolfgang Adolph. Bestätigt wurden: Christel Wildt (Kassenwartin) sowie Anneliese Adolph (Wanderwartin) und Herbert Hagemeier (Leiter der Plattdeutschen Runde). Auch der Festausschuss um Manfred Babenhauserheide, Michael Darnauer, Ulrich Placke und Ulrich Zudak kann seine Arbeit fortsetzen.

Das besondere Augenmerk des Heimatvereins Hücker-Aschen gilt weiterhin der historischen Wallholländer-Windmühle, die im Jahre 1860 den Betrieb durch Müllermeister Friedrich Wilhelm Dieckmann aufnahm. Dass zum Mühlentag an Pfingstmontag wieder Mehl gemahlen werden kann, daran hatte auch Heinz Elling großen Anteil.

So wurden während seiner Amtszeit die Mühlenflügel mit Segeln bespannt. Die Mühle ist heute ein technisches Baudenkmal auf dem Gehlenbrink.

Im Jahresbericht rief Schriftführer Wolfgang Adolph noch einmal die vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres in das Gedächtnis der Anwesenden. Darunter die Zusammenarbeit mit der Löschgruppe Hücker-Aschen, um das jährliche Osterfeuer vorzubereiten. Der plattdeutsche Gottesdienst mit Pfarrer Markus Malitte in der Kirche Klein-Aschen verzeichnete erneut einen guten Besuch. Auch in diesem Jahr ist das Osterfeuer am 27. März 2016 fest im Terminplan der Heimatfreunde eingeplant, ebenso wie der 22. Deutsche Mühlentag am Pfingstmontag (16. Mai 2016) mit zentralem Gottesdienst.

copyright: Westfalenblatt 2016

 

Dämmerschoppen-01Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Dämmerschoppen-02Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Dämmerschoppen-03Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Dämmerschoppen-04Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Dämmerschoppen-05Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Dämmerschoppen-06Dämmerschoppen in der Heimatstube
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Westfalenblatt - Mo., 19.12.2016

Vereine und Kirchengemeinde gestalten das Fest alle zwei Jahre gemeinsam

Stimmungsvolle Mühlenweihnacht

Mühlenweihnacht-Ann Christin Klute 2016Für die adventliche Musik sorgte bei der Mühlenweihnacht der Posaunenchor Hücker-Aschen/Groß-Aschen. Foto: Ann Christin Klute

 

Von Ann Christin Klute
Spenge (WB). Die Mühle erstrahlt in warmem Licht. Es duftet nach Mühlenpunsch, Waffeln und Bratäpfeln: Am Samstag war wieder Mühlenweihnacht in Hücker-Aschen.

»Alle Vereine und die Kirchengemeinde sind dabei, jeder steuert etwas bei«, erklärt Hermann Dieckmann von der Schachgemeinschaft Hücker-Aschen. Die Bratäpfel sind Boskop-Äpfel von Familie Finkemeier aus Bieren. Das Wetter spielt mit. Da schmeckt der Mühlenpunsch. »Den bereite ich zu und schmecke ihn ab. Das Rezept ist natürlich geheim«, sagt Dieckmann.

Vereine wirken mit

Der Aufbau fand bereits am Morgen statt. »Das läuft immer. Jeder Verein beteiligt sich. Mit dabei sind der TuS Hücker-Aschen mit den Abteilungen Fußball und Tennis, der Männergesangverein, der Rassegeflügelzuchtverein, der Heimatverein, die Feuerwehr, die Schachgemeinschaft, der SPD-Ortsverein, die Chili Kitten und die Kirchengemeinde«, so Dieckmann. Für weihnachtliche Stimmung sorgt der Posaunenchor Hücker-Aschen/Groß-Aschen. »Ihr Kinderlein kommet« und »O Tannenbaum« gehören zum Repertoire der Bläser.

Der Handarbeitskreis bietet auf einem Basar Selbstgestricktes an sowie »15 Minuten Weihnachten – die Tüte zum Verschenken oder selbst Genießen«. In ihr befinden sich Tee, Lebkuchen, Weihnachtsheft oder CD sowie ein Licht.

Nikolaus verteilt Geschenke

Der Nikolaus, alias Klaus Sonntag, hat für die Kinder eine kleine, süße Überraschung vorbereitet. »Ich bin schon von Anfang an als Nikolaus dabei«, erzählt Sonntag und ergänzt: »Besonders schön ist es, wenn sich kleine und große Kinder freuen und keine Angst vor dem Nikolaus haben.« Die Mühlenweihnacht findet seit 2008 im Zweijahres-Rhythmus statt.

 

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