Cafe / Restaurant “Moorstübchen”

 

P1170882xxxwebDas Moorstübchen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

Das das “Moorstübchen” hieß ursprünglich Ausflugslokal “Zum See” und wurde von Herrn Detlef Hötker von 1993 bis 2001 betrieben.

Seit März 2001 heißen die neuen Betreiber Eheleute Raimonde und Axel Berries.

Später führte nur die Ehefrau, die jetzt Raimonde Huber heißt, das Lokal alleine weiter; musste es aber 2013 aus gesundheitlichen Gründen abgeben.

Neue Eigentümer wurden 2013 Karina Held und Jürgen Weber.

 

 

29.08.2003
Gastwirte sind sehr zufrieden - Hücker Moor hat Hitze gut überstanden

Während sich in den Wäldern die Blätter schon bunt verfärben, sind die Gehölze rund um das Hücker Moor noch leuchtend grün. "Der Grundwasserspiegel ist hier sehr hoch", weiß Doris Bartelheimer vom Spenger Umweltamt. In dem gesamten Bereich hat die Vegetation unter der Hitze nicht übermäßig gelitten.

Sie kann nach der Hitzewelle ein positives Fazit für das Ökosystem des Naherholungsgebietes ziehen: „Auch das Fischsterben hat sich in Grenzen gehalten“. Regelmäßig hat der Gewässerwart des Angelsportvereins Herford, Hans-Jörg Börner, Proben gezogen und die Wassertemperatur gemessen, Grund zur Sorge bestand aber nicht. „Der Wasserstand hat sich insgesamt ganz gut gehalten“, urteilt Bartelheimer. Lediglich der Moorgraben habe in der Vergangenen Woche kein Wasser mehr geführt.

 

Berries-29-08-2003

Einen rund 30 Zentimeter niedrigeren Wasserstand als normal hat Gastwirt Axel Berries vom “Moorstübchen” bei seinen regelmäßigen Messungen festgestellt.

In der Regel ist das Hücker Moor zwischen 80 Zentimeter und einem Meter tief. Ausnahmen bilden lediglich die Stellen, an denen die Quellen sind. Hier hat das Gewässer eine Tiefe von mehr als 1,5 Metern. Zurzeit beträgt die Wassertiefe jedoch lediglich rund 60 Zentimeter.

Nur wenige Zentimeter fehlten, dann hätte der Bootsverleih aus ökologischen Gründen eingestellt werden müssen. Sonst wird zu viel Grund aufgewirbelt, erklärt Axel Berries. „Das habe ich in den vergangenen 20 Jahren aber noch nicht erlebt“.

Der lang ersehnte Regen wird der Tier- und Pflanzenwelt guttun: „Die Lehmböden sind sehr stark ausgetrocknet“, betont Doris Bartelheimer. Feuchtigkeit kann der Boden daher erstmal kaum aufnehmen. Erst wenn die obere Schicht, die so genannte Krume aufgeweicht ist, wird der Boden durchfeuchtet. Es ist laut Bartelheimer jedoch nicht zu befürchten, dass es mit den ersten Regenfällen wieder zu Überschwemmungen am Hücker Moor kommt.

Die Gastwirte rund um die größte Wasserfläche im Kreis Herford sind mit den vergangenen Wochen mehr als zufrieden. „Es war wirklich eine sehr gute Saison“, betont Axel Berries angesichts der Besuchermassen, die regelmäßig bei Gastwirt Axel Berries vom “Moorstübchen” Abkühlung am Rande des Hücker Moores gesucht haben.

Gut für die Wirte: Neben dem Fischsterben - laut Bartelheimer wurden nur vereinzelt verendete Tiere entdeckt - hielt sich auch die Geruchsbelästigung in Grenzen. Berries führt das auf die scharfen Kontrollen des Kreises Herford zurück. „Es wird überwacht, dass hier keine Abwässer eingeleitet werden“, versichert er. Auch die Universität Bielefeld und das Biologiezentrum Bustedt entnehmen hier regelmäßig Wasserproben.

P1170881xxxwebBiergarten neben dem Moorstübchen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1170879xxxwebÜberdachte Veranda vom Moorstübchen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 


 

IMG_20191011_122916xxxwebRaimonde Berries (2006)

 

Die Sonne scheint, ein Schwan setzt zum Flug an und benutzt einen Großteil des Hücker Moores als Startrampe. Unter dem Vordach des „Moorstübchens“ im Schatten sitzt Raimonde Berries und genießt einen Kaffee.

„Es war schon lange mein Traum ein Café zu besitzen, das hier ist jetzt ein bisschen größer geworden, aber na gut“, erzählt die Mitbesitzerin des „Moorstübchens“. Vor fünf Jahren machten sich ihr Mann Axel Berries und sie auf die Suche nach einer geeigneten Immobilie. Dann fanden sie das ehemalige Café „Zum See“. Vor Ostern diesen Jahres unterschrieben sie die Kaufverträge. „Hier war alles sehr heruntergekommen, aber der Blick über das Moor ist fantastisch“, erinnert sich Raimonde Berries. „Am Tag des Herrn“, wie ihr Mann einwirft, Gründonnerstag, öffnete schließlich das „Moorstübchen“.

„Direkt am ersten Tag hatten wir eine große Geburtstagsfeier; das bedeutete Tag- und Nachtarbeit während der Renovierungsphase. Zum Glück haben alle unsere Handwerkerfreunde, Familienmitglieder und die Behörden toll geholfen“, lobt Raimonde Berries.

Restaurant, Café, Biergarten und Bootsverleih bereiten dem Familienbetrieb viel Arbeit. Aber die Eheleute Berries haben sich dennoch gut eingelebt. „Mit Beckmanns von neben an verstehen wir uns sehr gut“, freut sich Raimonde Berries.

Seit der Neueröffnung ist die Gaststätte stets gut besucht. „Wir freuen uns sehr darüber, wie gut unser Restaurant von den Kunden angenommen wird“, sagt die Gastronomin. Hausmannskost und Fischspeisen werden angeboten, allerdings „nicht aus dem Hücker Moor. Die Angler behalten die Fische, die sie hier rausziehen, lieber für sich“, schmunzelt Raimonde Berries.

In Bünde-Ahle wurde sie 1962 geboren, mit 19 Jahren schloss sie ihre Ausbildung zur Bürokauffrau ab. Fünf Jahre später lernte sie, mit Mädchennamen Oberbremer, ihren Mann Axel Berries kennen. Nach ihrer Heirat arbeitete sie in der Spedition ihres Mannes und in der Schaustellerbranche. „Mit einem Mandelwagen bin ich durch die Gegend gefahren und habe auf Volksfesten im Umkreis von 50 Kilometern Süßigkeiten verkauft. „Elf Jahre lang verdiente sich Raimonde Berries so noch zusätzlich Geld, um sich den Traum vom eigenen Café zu erfüllen.

 


 

02.04.2010

Raimonde Huber betreibt seit zehn Jahren die Gaststätte Moorstübchen. 17 Ruderboote sind bei ihr am Ufer vertäut. Jedes Jahr im Frühling müssen sie restauriert werden. "Die Boote werden dann abgeschliffen, geflickt und anschließend lackiert", berichtet Huber. Zwei Tage dauert das. Dann sind die bunten Wasserfahrzeuge wieder moorseetauglich.

In diesem Jahr hat Huber allerdings vier ihrer Boote aussortieren müssen. Mit dem Kiel nach oben liegen sie jetzt wie gestrandete Wale an Land. An einigen Stellen blättert der Lack ab. "Die waren bestimmt schon an die 40 Jahre alt", vermutet Huber.

Zeit, sie auszutauschen. Denn verzichten mag sie auf die vier aus ihrer Flotte nicht. "Die Leute lieben die Boote", sagt sie. Manche kämen sogar extra wegen der Rudertouren zum Hücker Moor.

Beliebig viele neue Boote kann Huber aber nicht anschaffen. "Die Stückzahlen sind begrenzt." Insgesamt dürften nur rund 100 Boote auf dem See schippern. Und die würden auf die vier Gaststätten des Moores verteilt.

 

P1170865xxxwebBootsanleger vom Moorstübchen
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1170868xxxwebBootsanleger vom Moorstübchen
Foto: Günter Ellenberg

 


 

 

Raimonde HüberKarina Held (l) übernimmt das “Moorstübchen” von Raimonde Huber
© Westfalenblatt

 

Karina Held und Jürgen Weber übernehmen ab Dezember 2013 das "Moorstübchen" von Raimonde Huber

Leicht fällt Raimonde Huber der Abschied nicht. Doch ihre Gesundheit lässt ihr keine Wahl: Sie muss ihr "Moorstübchen" abgeben. Karina Held und Jürgen Weber, die schon vor fünfeinhalb Jahren das Lokal "Seerose" auf der anderen Seite des Hücker Moores wieder zum Leben erweckten, sind die neuen Eigentümer. "Sie werden die Gaststätte in bewährter Form fortführen", weiß Raimonde Huber.

Am 3. Advent, 15. Dezember 2013, laden die neuen Eigentümer zusammen mit der scheidenden Gastwirtin ab 14 Uhr zu einem "Kennenlern- und Abschiedssekt" in das "Moorstübchen" ein. "Wir freuen uns auf viele neue und bekannte Gesichter", sagt Karina Held.

Ich bin froh, dass es jetzt nach längerer Suche mit kompetenten Nachfolgern geklappt hat", unterstreicht Raimonde Huber.

"Bewährtes bewahren und Neues probieren", das ist das Ziel von Karina Held, die aus einer alten Gastronomenfamilie aus Thüringen stammt. Die beliebten Kuchen und Torten werden weiterhin selbst gebacken, und die vielen Kaffee- und Teespezialitäten stehen auch in Zukunft auf der Karte. In der Saison von März bis Oktober wird es am Wochenende zudem ein Frühstücksbuffet geben. "Und die Speisekarte wird ein wenig modernisiert", kündigt Karina Held an.

Und natürlich können hier während der Saison auch weiterhin Ruderboote für eine Bootstour auf dem Wasser ausgeliehen werden. Und ab April, wenn der Winter vorbei ist und die Straßen wieder offen sind, wird es wieder den über Spenges Grenzen hinaus beliebten Tanztee mit den "Oldies" geben.

Wichtig ist Karina Held, dass sich die Gäste weiterhin wohl fühlen im "Moorstübchen". "Hier gibt es ja viele Stammgäste, die wollen wir natürlich halten." Auch Familienfeste und Firmenveranstaltungen können hier gefeiert werden. "Da wir auch die “Seerose” weiter betreiben, sind unsere Gäste bei solchen Feiern sehr flexibel bei der Auswahl der passenden Lokalität."

Zwölf Jahre lang stand Raimonde Huber am Tresen des "Moorstübchens" und bediente Ausflügler, Radler und Spaziergänger und fühlte sich hier immer wohl. Viele Erinnerungen verbindet sie mit diesem Lokal. Der Abschied von den vielen Stammgästen schmerzt. "Da sind viele Freundschaften entstanden. Der Umgang mit den Menschen hat die Arbeit hier immer bereichert", sagt die scheidende Gastronomin.

 

P1170872xxxwebDas Moorstübchen vom See aus gesehen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1170874xxxwebDas Moorstübchen vom See aus gesehen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1170877xxxwebDas Moorstübchen vom See aus gesehen.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1170906xxxwebDas Moorstübchen im Hintergrund.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

P1180189xxxwebDas Moorstübchen im Hintergrund.
Foto: Günter Ellenberg

 

 

Moorstübchen neuMoorstübchen 2019
© Google Earth

 

Informationen siehe hier: www.moorstuebchen.de

 

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