Der “Runde Tisch” des “Arbeitskreises Hcker Moor”
Vertreten im Arbeitskreis sind alle Interessensgruppen am Hcker Moor
Angelsportverein Herford und Umgegend e.V. (ASV)
Anlieger
Anliegergemeinschaft Hcker Moor
Biologiezentrum Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
Bund fr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) AG Ornithologie
Interessengemeinschaft der Schiffsmodellbauer
Kreis Herford
Amt fr Umwelt, Planen und Bauen
- untere Landschaftsbehrde
- untere Wasserbehrde
Kreisjgerschaft Herford
Hegering Spenge, Jagdrevier Hcker-Aschen
Mnnergesangverein Hcker-Aschen (1997 bis zur Aufgabe der Gesangshtte 2004)
Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe
Forstbetriebsbezirk Herford
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)
Kreisverband Herford
SMC “Moorteufel” e.V. (bis zur Auflsung 1998)
Stadt Spenge
Stiftung fr die Natur Ravensberg
Wasserverband Hcker-Aschen (bis zur Auflsung 1996)
Widukind-Gymnasium Enger
Wiehengebirgsverband Osnabrck (seit 1994)
Wegewart
Zu dem in der Niederung des Ortsteiles Hcker-Aschen liegenden geschtzten Landschaftsbestandteil “Hcker Moor” gehren neben der Wasserflche Rhrichtflchen (ca. 3,4 ha), Waldflchen (ca. 21 ha), Grnland (ca. 18 ha) und Ackerflchen (ca. 6 ha).
Untersuchungsergebnisse zur Wasserqualitt des Widukind Gymnasiums Enger und des Biologiezentrums Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V. aus den Jahren 1989 und 1990 belegten, dass der Hcker-Moor-See “stark eutrophiert” ist und weitaus schneller verlandet, als dies der natrlichen Alterung entspricht. Mit der Verlandung ginge jedoch das Herzstck des Hcker Moores - die freie Wasserflche - sowohl fr die Erholungssuchenden als auch fr die dortige Tier- und Pflanzenwelt verloren.
Auf Anregung der “Anliegergemeinschaft Hcker Moor” hatte die Stadt Spenge im April 1992 zu einem 1. Gesprch am “Runden Tisch” zum Hcker Moor eingeladen.
Ziel:
die Geschwindigkeit der Verlandung des durch Torfstich im 19. Jahrhundert entstandenen Hcker-Moor-Sees zu verlangsamen und dieses landschaftliche Kleinod als einzigartiges Naherholungsgebiet fr die Menschen und als Lebensraum der heimischen und z.T. selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten in unserer Region zu sichern, zu erhalten und zu verbessern.
Auf fachlichen Grundlagen wurden unter Federfhrung des Amtes fr Landschaftskologie des Kreises Herford am “Runden Tisch” dieses Arbeitskreises Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmanahmen fr das Hcker Moor erarbeitet, diskutiert, abgestimmt und 1993 im “Biotopmanagementplan zur kologischen Verbesserung des Hcker Moores” durch die vorgenannte Fachbehrde gebndelt vorgelegt.
Mit Untersttzung und ttigen Hilfen aus dem Umfeld des Hcker Moores, Spenden und Zuschsse aus diesem Arbeitskreis, Frderungen der Stiftung fr die Natur Ravensberg und der Sparkassenstiftung Natur und Umwelt wurden und werden die im Biotopmanagementplan aufgefhrten biotop- und gewssergteverbessernden Manahmen durch die im Arbeitskreis vertretenen Interessengruppen und Fachbehrden umgesetzt. In den ein- bis zweimal im Jahr stattfindenden Gesprchsrunden am “Runden Tisch” werden Fachwissen und Beobachtungen ausgetauscht, Manahmen weiterentwickelt, verbessert und abgestimmt. Von allen Seiten werden dabei Zugestndnisse gemacht.
Auflistung zeitlicher Ablufe und durchgefhrter Manahmen:
1992
1. “Runder Tisch” des Arbeitskreises Hcker Moor, Federfhrung durch die Stadt Spenge
1993
Biotopmanagementplan zur kologischen Verbesserung des “Hcker Moores”. Auf fachlicher Grundlage am “Runden Tisch” des Arbeitskreises erarbeitete und abgestimmte Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmanahmen unter Federfhrung des Amtes fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Hegebefischung zur Herstellung des Gleichgewichtes von Wei- und Raubfischarten im Hcker-Moor-See mit Besatz von Hecht, Zander und Aal durch den Angelsportverein (seit 1989) bis heute.
Aufstellung von Hinweistafeln aus Holz am Nordufer zum Abfallverhalten durch Schler und Lehrer des Widukind-Gymnasiums Enger, mit Untersttzung der Stadt Spenge.
1994
Untersuchungen von Schlammproben aus dem Hcker-Moor-See durch das Staatliche Amt fr Wasser- und Abfallwirtschaft Minden und dem Bakteriologisch-Hygienischen Institut Bielefeld im Auftrag des Amtes fr Landschaftskologie des Kreises Herford.
Untersuchungsergebnisse: Eine landwirtschaftliche Nutzung des Teichschlammes ist unbedenklich. Die Schwermetallwerte liegen unter den Grenzwerten der Klrschlammverordnung (AbfKlrV). Damit wurden die Ergebnisse der Schlammuntersuchungen im Auftrag eines Anliegers bei der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, Mnster, besttigt.
Quer- statt Lngsbewirtschaftung der sdlich liegenden Ackerflchen des Hcker Moores sowie Belassen eines nicht mehr bewirtschafteten Streifens in Ost-West-Richtung zur Minderung von Sedimenteintrgen ber den sdlichen Zulaufgraben durch den bewirtschaftenden Landwirt.
Einbau von Querrinnen auf dem landwirtschaftlichen Weg im Nord-Sd-Verlauf sdlich des Hcker Moores mit Abfluss auf die stlich liegende kreiseigene bewachsene Flche zur Minderung von Sedimenteintrgen ber den sdlichen Zulaufgraben durch die Stadt Spenge.
1995
Aufschichten von Benjeshecken im sdlichen und sdwestlichen Bereich des Hcker Moores als Hindernis und Betretungsschutz von Flchen durch das Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford und dem Forstbezirk Herford.
Punktuelle Entschlammung vom Nordufer mittels Wurfbagger in der Buch unterhalb des ehemaligen Campingplatzes sowie in der so genannten Stefanowski-Bucht“ durch Anlieger in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford. Kostenbernahme durch Anlieger, Frderung durch die Stiftung fr die Natur Ravensberg.
Extensivierung der vom Kreis Herford sdlich des Hcker-Moor-Sees angekauften Grnlandflchen mit Unterlassung der Unterhaltung der Drainagen zur Frderung der Wiedervernssung.
Aufforstung einer kreiseigenen Ackerflche sdlich des Hcker Moores (Flche Wellheide) zur Minderung des Sedimentabflusses ber den sdlichen Zulaufgraben durch den Forstbezirk Herford.
Verlegung und freiwilliger Verzicht auf die Angelpltze am sdlichen Ufer. Rckschnitt von Weiden durch den Angelsportverein in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Absperrung von Uferbereichen mittels Baumbohlen auf dem Hcker-Moor-See zum Schutz der Uferzonen durch den ehem. Inhaber (Willi Htker) der Gaststtte Seeschlsschen“ in Abstimmung mit dem Angelsportverein und dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Lrchenstmme aus einem Windbruch im Werburger Wald
von der Stadt Spenge.
1996
Anpflanzungen auf Flchen im Bereich der sdlichen Strae zur Biotopverbesserung, Bereicherung des Landschaftsbildes und als Betretungsschutz durch das Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Gemeinsame Mllsammelaktion am Hcker Moor und Umgebung durch die im Arbeitskreis vertretenen Vereine, Jugendgruppe Angelsportverein, Interessengemeinschaft der Schiffsmodellbauer und Anlieger findet mit Untersttzung der Stadt Spenge jhrlich eine Mllsammelaktion statt.
1997
Einrichtung und Fhrung von Buchungskonten des Arbeitskreises fr die Entschlammung und Infotafeln bei der Forstbetriebsgemeinschaft Herford-West durch den Forstbezirk Herford.
Ankauf einer gebrauchten Schlamm-Membranpumpe. Kostenbernahme durch Anlieger im Arbeitskreis, Angelsportverein und Stadt Spenge.
Ziel:
Jhrlicher Pumpeneinsatz von 40-60 Stunden. Entnahme von Feinschlamm auf 1 cm Strke umgerechnet auf die gesamte Flche des Hcker-Moor-Sees (erste Pumpeinstze: 8 Stunden = ca. 60 m Nassschlamm).
Sperrung der sdlich des Hcker Moores verlaufenden Strae fr den Kraftfahrzeugverkehr (Landwirtschaftliche Fahrzeuge frei) zur Verringerung der Streinflsse auf den sdlichen Landschaftsraum durch die Stadt Spenge.
Der Bauausschuss der Stadt Spenge hatte 1996 der Sperrung zugestimmt.
Herrichtung eines ersten Splfeldes am Nordufer und regelmiger Pumpeinsatz in den Folgejahren federfhrend durch den Angelsportverein mit Untersttzung von Anliegern und der Interessengemeinschaft der Schiffsmodellbauer in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Strohentschlammung
Unentgeltliche Gestellung von Stroh fr die Polder durch einen rtlichen Landwirt.
Jhrlicher Zuschuss fr die mit der Entschlammung verbundenen Materialkosten von je 700,-- DM durch die Stiftung fr die Natur Ravensberg und der Stadt Spenge.
Rckschnitt von Weidenbschen auf kreiseigenen Flchen im Sden des Hcker-Moor-Sees zum Erhalt und Frderung eines Schilfsaumes durch den Forstbezirk Herford in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Ersatz eines provisorischen Wehres am Abfluss im Moorbach durch eine Sohlschwelle mit Anhebung des Wasserspiegels um ca. 10 cm zur Herstellung der Durchgngigkeit fr Organismen im Gewsser, Frderung der Vernssung der Grnlandflchen sowie Verdnnungseffekt des Hcker-Moor-Sees-Wassers in den Sommermonaten.
Antragstellung auf wasserrechtliche Genehmigung durch die Anliegergemeinschaft in Abstimmung mit der Fischereigenossenschaft.
Ausfhrung durch rtliches Fachunternehmen unter Begleitung der Stadt Spenge. Frderung durch die Kreissparkassenstiftung Natur und Umwelt und der der Stadt Spenge.
Entfernung von Pappeln auf kreiseigener Flche im Auslaufbereich des Hcker Moores am Moorbach zur Reduzierung des Eintrages von Pappellauf durch den Forstbezirk Herford in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Herstellung einer Blnke auf der kreiseigenen Grnlandflche sdlich des Hcker-Moor-Sees durch das Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford, mit unentgeltlicher Untersttzung eines rtlichen Landwirtes.
1998
Gemeinsame Vorstellung der Ziele, Initiativen und Aktivitten des Arbeitskreises in der rtlichen Presse und Radio Herford.
Verkehrssichernde und -lenkende Manahmen whrend Frostperioden mit Sperrung der sdlichen Gemeindestraen fr Fahrzeuge aller Art zum Schutz der sdlichen Bereiche bei Entstehen einer Eisflche auf dem Hcker-Moor-See und des dadurch zu erwartenden hohen Besucheraufkommens durch die Stadt Spenge (Zustimmung des Straenverkehrsamtes, Kreis Herford, liegt vor).
Jhrlicher Zuschuss der Anliegergemeinschaft Hcker Moor fr die Entschlammung von 300,-- DM.
Aufstellung von 4 Informationstafeln am Rundwanderweg. Frderung durch die Stiftung fr die Natur Ravensberg und Sparkassenstiftung Natur und Umwelt. Als Sponsoren fr Kosten der laufenden Unterhaltung die Gaststttenbetriebe am Hcker-Moor-See und die Stadt Spenge.
1999
Viel Lob erhielten die Mitglieder des Arbeitskreises Hcker Moor whrend der letzten Sitzung des Spenger Umweltausschusses von den Spenger Politikern. Umweltamtsleiterin Doris Bartelheimer berichtete den Spenger Kommunalpolitikern von den zahlreichen Aktivitten des Arbeitskreises, der seit seiner Grndung vor sieben Jahren mit viel Engagement und Eigeninitiative und auch finanziellem Einsatz zur Verbesserung des Lebensraumes von Fauna und Flora in dem Naherholungsgebiet am Nordrand Spenges beigetragen hat.
Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre waren verschiedene Untersuchungen zu alarmierenden Ergebnissen gekommen, so da man um die Zukunft des Naherholungsgebietes frchten mute. Daraufhin hatten sich alle Interessengruppen rund um das Hcker Moor von den Anglern ber die Gastronomie bis hin zu den Vogelschtzern mit Kreis und Stadt zusammengesetzt und den Arbeitskreis gegrndet. Das Ergebnis der Bemhungen kann sich sehen lassen.
Einige Vogelarten sind wieder heimisch geworden, die am Hcker Moor schon lange nicht zu sehen waren", sagte Doris Bartelheimer. lm Mrz wurden vier groe Tafeln aufgestellt, die die Besucher ber die Bedeutung des Gebietes informieren (Mai 1999).
Bau eines Floes speziell fr den Einsatz der Schlamm-Membranpumpe durch den Angelsportverein. Frderung der Herstellungskosten durch die Stiftung fr die Natur Ravensberg, die im Arbeitskreis vertretenen Vereine, Anlieger und die Stadt Spenge.
Anlage einer Blnke auf kreiseigener Flche sdlich des Hcker-Moor-Sees durch Schler und Lehrer des Widukind-Gymnasiums Enger mit unentgeltlicher Untersttzung eines rtlichen GALA-Bau-Unternehmens und eines rtlichen Landwirtes unter fachlicher Begleitung des Amtes fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Aufweitung und Auszunung des sdlichen Grabenzulaufes. Unentgeltliche Ausfhrung durch rtlichen Landwirt unter fachlicher Begleitung des Amtes fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Umfangreiche Auslichtungen und Gehlzschnitte im Zulaufbereich am sdlichen Ufer und westlich des Anglersportheimes zur Frderung des Schilfwuchses durch den Forstbezirk Herford und das Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford, in Abstimmung mit den Eigentmern.
Errichtung eines weiteren Splfeldes im nrdlichen Bereich des Hcker Moores mit Einverstndnis des Eigentmers durch den Angelsportverein in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
2000
Untersuchung des abgetrockneten Hcker-Moor-See-Schlammes durch die Landwirtschaftskammer im Auftrag der Stadt Spenge entsprechend der Klrschlammverordnung (AbfKlrV). Untersuchungsergebnis: Der Hcker-Moor-See-Schlamm ist fr eine landwirtschaftliche Verwertung geeignet.
Neukauf einer Schlamm-Membranpumpe mit hherer Pumpleistung durch den Angelsportverein. Frderung Landesmittel / Arbeitskreis.
Reparaturarbeiten / Ersatz von Baumbohlen an der Absperrung vom Uferbereichen auf dem Hcker-Moor-See durch das Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford, mit Untersttzung des Forstbezirkes Herford und des Umwelt- und Grnflchenamtes der Stadt Spenge.
Aufstellung von 4 Sphksten an den Wanderwegen, die den Blick der Besucher gezielt auf Naturelemente richtet, durch den Forstbezirk Herford und des Umwelt- und Grnflchenamtes der Stadt Spenge in Abstimmung mit dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford.
Entfernung von Pappeln auf der westlichen Waldflche durch den Forstbezirk Herford in Abstimmung dem Eigentmer.
Jhrlicher Zuschuss der Stadt Spenge fr die Entschlammung von 250,-- €.
2001
Fortsetzung der Gehlzauslichtungen und -schnitte in den sdstlichen und sdwestlichen Uferrandbereichen zur Frderung des Schilfwuchses durch den Forstbezirk Herford und dem Amt fr Landschaftskologie, Kreis Herford, in Abstimmung mit den Eigentmern.
Erste Ausstellung des Arbeitskreises mit Prsentationen zur Schlammentnahme im Rahmen der 850-Jahr-Feier des Stadtteiles Hcker-Aschen und des Kartoffelfestes auf dem Hof Fischer-Riepe in Hcker-Aschen sowie im Widukind-Gymnasium Enger.
Sumpfflche
Hier wurde ein groer Teil der standortfremden Hybridpappeln gefllt. Seit dem hat sich die Flche wieder strker vernsst. Es entstand eine Sumpfflche. Rhrichtarten haben sich angesiedelt und die standortgerechte Erle fasst Fu. Gleichzeitig dient die Flche als ”Pflanzenklranlage” fr die Zuflsse vom Westhang.
Foto: Gnter Ellenberg
Sumpfflche
Hier wurde ein groer Teil der standortfremden Hybridpappeln gefllt. Seit dem hat sich die Flche wieder strker vernsst. Es entstand eine Sumpfflche. Rhrichtarten haben sich angesiedelt und die standortgerechte Erle fasst Fu. Gleichzeitig dient die Flche als ”Pflanzenklranlage” fr die Zuflsse vom Westhang.
Foto: Gnter Ellenberg
Sumpfflche
Hier wurde ein groer Teil der standortfremden Hybridpappeln gefllt. Seit dem hat sich die Flche wieder strker vernsst. Es entstand eine Sumpfflche. Rhrichtarten haben sich angesiedelt und die standortgerechte Erle fasst Fu. Gleichzeitig dient die Flche als ”Pflanzenklranlage” fr die Zuflsse vom Westhang.
Foto: Gnter Ellenberg
2002
Schaffung einer zusammenhngenden Grnlandflche im Sden des Hcker-Moor-Sees fr durchziehende Vogelarten und fr Grnland typische Pflanzen- und Tierwelt durch Umwandlung eines berwiegend mit Nadelgehlzen bestandenen Waldstreifens, der die vorhandenen Grnlandflchen trennt. Erster Arbeitseinsatz im Februar unter Federfhrung des Forstbezirkes Herford zur Rodung der Flche mit Untersttzung des Dorfgemeinschaftskreises Hcker-Aschen, der Freiwilligen Feuerwehr Hcker-Aschen, Landwirten aus Hcker-Aschen, Schler-/innen des Widukind-Gymnasiums Enger und des Eigentmers der Flche.
Weideschaffung-2002-2003 Fortsetzung der Rodung mit Hilfe einer Holzerntemaschine (Harvester) unter Federfhrung des Forstbezirkes Herford und finanzieller Untersttzung durch das Amt fr Landschaftskologie des Kreises Herford.
Hegebefischung auf ausschlielich Weifische (Brassen, Gster) zur Optimierung des Verhltnisses von Raub- und Weifischarten im Hcker-Moor-See. Angelsportverein: finanzielle Untersttzung des Arbeitskreises ber die Stiftung fr die Natur Ravensberg.
Untersuchungen zur Wasserqualitt. Untere Wasserbehrde des Kreises Herford. 2x pro Jahr an je 3 Stellen im Hcker-Moor-See sowie je einer Stelle in den Zulufen und dem Abfluss (Moorgraben). Erste, aussagekrftige Ergebnisse werden nach einem Untersuchungszeitraum von mindestens 3 Jahren vorliegen.
Prsentation des Arbeitskreises Hcker Moor beim Deutschen Fischereitag in Bad Salzuflen vom 05.-07. Juni 2002 auf Einladung des Fischereidezernenten der Bezirksregierung Detmold.
2003
Fortsetzung und Abschluss der Arbeiten zur Umwandlung eines Fichtenbestandes in eine Grnlandflche im Sden des Hcker-Moor-Sees. Eigentmer mit Untersttzung der Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Hcker-Aschen und Schler-/innen des Widukind-Gymnasiums Enger zur weiteren Flchenrumung mit Einsatz eines Hckslers. Abschlussarbeiten Forstbezirk Herford, Amt fr Landschafskologie des Kreises Herford.
Uferbefestigungsmaterial
Arbeiten zur Uferbefestigung
Instandsetzung der sdlichen Uferabsperrung. Inhaber der Gaststtte Moorstbchen“ durch von Privatwaldbesitzer am Hcker Moor zur Verfgung gestellten Lrchenstmmen.
Herrichtung einer Benjeshecke als Betretungsschutz entlang des Feldweges und des Stichweges westlich des Hcker-Moor-Sees zur Schaffung einer Ruhezone fr das Wild mit Einverstndnis des Privatwaldbesitzers. Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge.
Sdliches Grnland mit Hochlandrindern.
Extensive Beweidung der Grnlandflchen im Sden des Hcker- Moor-Sees. Amt fr Landschaftskologie des Kreises Herford mit Biologiestation Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
Sdliches Grnland mit Schafbeweidung.
Extensive Beweidung der Grnlandflchen im Sden des Hcker- Moor-Sees. Amt fr Landschaftskologie des Kreises Herford mit Biologiestation Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
Infostand des Arbeitskreises am Tag der Regionen“ am 05.10.2003 in Rdinghausen (Westkilver).
2004
Infostand des Arbeitskreises am Tag der Vereine und Selbsthilfegruppen“ am 27.03.2004 in der Spenger Stadthalle und am Tag der Regionen“ am 03.10.2004 in Rdinghausen (Westkilver).
Hegemanahmen fr das Wild im Umfeld des Hcker Moores. Anlage von Wildackerstreifen und -flchen als Deckungs- und Ruhezonen. Hegering Spenge, Revier Hcker-Aschen.
Umfangreiche Entfernung von Pappelwaldbestnden mit anschlieender Wiederaufforstung standortgerechter Gehlze (Eiche, Esche, Erle) auf Privatwaldflchen nrdlich des Hcker-Moor-Sees. Waldbesitzer mit Forstamt Minden, Forstbetriebsbezirk Herford.
Einzunung der erweiterten Grnlandflche im Sden und Einbeziehung in eine extensive Pflege. Amt fr Landschaft und Bauen des Kreises Herford und Biologiestation Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
Bau eines offenen Unterstandes auf der Grnlandflche im Sden als Sonnenschutz fr das Weidevieh in den Sommermonaten. Biologiestation Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
Extensive Weide, rechts hinten das Hcker Moor
Einzunung der erweiterten Grnlandflche im Sden und Einbeziehung in eine extensive Pflege. Amt fr Landschaft und Bauen des Kreises Herford und Biologiestation Bustedt Ostwestfalen Lippe e.V.
2005
Bericht im Ausschuss fr Stadtentwicklung, Infrastruktur und Umwelt der Stadt Spenge ber die Aktivitten des Arbeitskreises mit Hilfe einer Power-Point-Prsentation. Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge.
Anlage von zwei Kleingewssern mit Schilfeinwuchs auf den sdlichen Grnlandflchen des Kreises. Amt fr Landschaft und Bauen des Kreises Herford.
Naturnahe Verlegung des gradlinig verlaufenden stlichen Nebenarmes zum sdlichen Zulauf ber die kreiseigene Waldflche mit Abkoppelung vom Wegeseitengraben. Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Weser-Werre-Else nach Genehmigung gem 31 WHG.
Entfernung eines nicht mehr bentigten Durchlasses im Moorbach westlich der Torfstrae zur Verbesserung der Durchgngigkeit. Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Weser-Werre-Else mit Zustimmung des Eigentmers.
Teichmuscheln fhlen sich im Wasser wieder wohl
kologisches Juwel“ Hcker Moor erholt sich
Obwohl das Hcker Moor direkt vor der Haustr liegt, wissen wir zwar den Freizeitwert zu schtzen, aber lngst nicht genug von der Bedeutung des kologischen Juwels“, begrte Hermann Dieckmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hcker-Aschen, Mitglieder und Gste.
Der Sommerbesuch des Ortsvereins galt dem Gartenlokal Beckmanns, wo Hans-Jrgen Brner als Referent seine Zuhrer beeindruckte. Brner ist quasi am Hcker-Moor aufgewachsen und als Gewsserwart des Angelsportvereins (ASV) Herford mit den Gegebenheiten bestens vertraut. Der ASV ist eine von 15 Organisationen, die sich im Arbeitskreis Hcker Moor zusammengefunden haben, um diese grte zusammenhngende Wasserflche des Kreises pfleglich weiter zu entwickeln“.
Nachdem in den 1970er und 1980er Jahren, wie der ehemalige Ratsherr Klaus Hildebrand zu berichten wusste, groe Entschlammungsvorhaben an den Kosten scheiterten, zwang eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahre 1991 mit katastrophalen Resultaten“ alle Akteure am Hcker Moor zum Handeln an den Runden Tisch“, die Basis fr den spteren Arbeitskreis.
Seit dem sind mit geringen Mitteln aber groer Einsatzbereitschaft und konsequentem Vorgehen messbare Verbesserungen erreicht worden. Ein Bioindikator fr die verbesserte Wasserqualitt ist das Vorhandensein der Teichmuschel“, stellte der Experte fest. Brner gab den Zuhrern einen Eindruck von den sensiblen Abhngigkeiten, die ein kosystem im Gleichgewicht halten knnen.
Kompetent erluterte er den Sinn des Marathon-Hegefischens“ seines Vereins: Wir gehen dann auf Brassen und Gstern, die von den Raubfischen nicht gengend eingeschrnkt werden, sich aber ihrerseits von den Kleinstlebewesen ernhren, die wiederum gebraucht werden, um den Algenbestand zu reduzieren. Denn zu viele Algen mindern den Sauerstoffgehalt des Gewssers und schrnken dadurch Lebensmglichkeiten der Fische und anderer Bewohner ein.“
Um Freizeitnutzen und Naturschutz weiterhin zusammen zu bringen, plant der Arbeitskreis einen Rundwanderweg. Dabei ist die neue Idee, einen Feldweg mit einzubeziehen. Damit hatte Brner eine Diskussion unter den Zuhrern ausgelst.
Als erstes msste die Moorstrae fr Fugnger sicherer ausgebaut werden“, warf Jupp Schlarmann ein. Die Fahrradstraenregelung wird von kaum einem Autofahrer beachtet, und wenn dann Radfahrer unterwegs sind, knnen die Fugnger nur noch an der Asphaltkante und den Seitengrben ums Gleichgewicht kmpfen.“
Artikel vom 30.07.2005
Bau eines Metallpontons und einer Pumpleitung mit Frdermittel aus der Fischereiabgabe, Bezirksregierung Detmold. Angelsportverein / Teilfinanzierung Arbeitskreis Hcker-Moor.
2006
Instandsetzung des Holzsteges westlich des Hcker-Moor-Sees. bernahme der Kosten durch den Arbeitskreis Hcker-Moor. Angelsportverein mit Untersttzung des Forstbetriebsbezirks Herford, Kostenbernahme Arbeitskreis Hcker Moor.
Instandsetzung von verschlammten Teilstrecken der Wege im nrdlichen und nordwestlichen Bereich des Hcker-Moor-Sees. Anlieger und Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge
Vorstellung der Aktivitten des Arbeitskreises Hcker Moor im Rahmen eines Orts- und Besprechungstermins der unteren Fischereibehrden und den Fischereiberatern im Regierungsbezirk Detmold auf Einladung der Bezirksregierung Detmold am Hcker Moor.
Angelsportverein und Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge.
Gummistiefel sind ein Muss
Arbeitskreis Hcker Moor mchte Rundwanderweg ausbessern
Wer in diesen Tagen seine Spaziergnge an das Hcker Moor verlegt, muss mit nassen Fen rechnen. Sobald Tauwetter einsetzt, aber auch nach Regen im Sommer, ist der Rundweg stellenweise kaum zu begehen.
Zum groen rgernis von Spaziergngern und Wanderern, die wohl festes Schuhwerk, aber keine Gummistiefel im Kofferraum haben, gert der Ausflug schon nach leichtem Regenfall zur Schlammtour. Der Arbeitskreis Hcker Moor wei um dieses Dilemma. Er verweist darauf, dass das grne Kleinod seinem Namen alle Ehre mache, eben ein Moor-See sei. Doch man ist auch um Verbesserung der Situation bemht. Der Rundwanderweg soll ausgebessert werden, wie Doris Bartelheimer erklrt, die sowohl Sprecherin des Arbeitskreises als auch Leiterin des Spenger Grnflchenamtes ist. Offen ist allerdings die Frage der Finanzierung. Ein entsprechender Antrag an die Stiftung der Herforder Sparkasse wurde ablehnend beantwortet.
An Eigeninitiative wrde es dagegen nicht mangeln. Dem Arbeitskreis gehren unter anderem der Angelsport-Verein, die Schiffsmodellfreunde sowie der Fotoclub an. Sie engagieren sich im Naherholungsgebiet bei Mllsammelaktionen, beim jhrlichen Abpumpen des Schlammes und waren dabei, als die Informationstafeln aufgestellt wurden.
Da ist was in der Mache“, kommentiert Hans-Jrg Brner das Bemhen um trockene Wege. Brner ist Gewsserwart des Angelsport-Vereins ASV Herford und Umgebung, der ber eine eigene Htte am See verfgt. Wir sind bereit, die kritischen Stellen in Eigenarbeit in Angriff zu nehmen“, erklrt er auf Anfrage. Um die besonders feuchten Bereiche des Weges trockener zu bekommen, bentige man jedoch professionelle Hilfsmittel wie spezielles Vliesmaterial. Die Frage der Finanzierung dieser Manahmen wird Thema bei der nchsten Sitzung des Arbeitskreises Mitte Februar sein, wie Doris Bartelheimer besttigt.
Hans-Jrg Brner setzt auch auf eine bessere Zusammenarbeit mit den neuen Besitzern des Seeschlsschens“, des grten Gastronomiebetriebes am Moor. Die neuen Pchter Tatjana Jakupi und Jrg Braun haben bereits signalisiert, dass sie nach einer umfassenden Verschnerung des Seeschlsschens“ auch den unmittelbaren Auenbereich des Betriebes in Angriff nehmen wollen. Die Erffnung ist fr den 1. April 2006 geplant.
In Zusammenarbeit mit den Cafs, Restaurants und Vereinen soll das Hcker Moor attraktiver gestaltet werden. Wir haben dabei einen sanften Tourismus im Blick“, betont Brner.
Das Hcker Moor ist in Privatbesitz, wie Doris Bartelheimer erklrt; einige Bereiche sind den Gaststtten zugeordnet. Alle Beteiligten seien bemht, die Schnheit des Hcker Moores zu erhalten und das Gebiet fr Ausflgler attraktiver zu gestalten. Allerdings befinde sich das Gebiet in einer Niederung, so Bartelheimer. Festes Schuhwerk werde deshalb ein Muss bleiben beim Spaziergang am Hcker Moor.
Artikel vom 16.02.2006
2007
Untersuchungsreihen von Wasserproben der Unteren Wasserbehrde zeigen keine aufflligen Werte, die auf eine Belastung hinweisen. Die Ergebnisse wurden insgesamt von Studenten der Fakultt fr Biologie, Universitt Bielefeld, durchgefhrten eigenen Wasseruntersuchungen besttigt. Umweltamt - Untere Wasserbehrde - Kreis Herford.
Naturnahe Uferbefestigungen zum Erhalt der nrdlichen, kulturhistorisch entstandenen Landzungen. Angelsportverein mit Materialuntersttzung durch Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge.
Erstellung Info-Flyer Ein Arbeitskreis zur Erhaltung und kologischen Verbesserung stellt sich vor“. Umwelt- und Grnflchenamt der Stadt Spenge.
Vorstellung des Arbeitskreises auf den Internetseiten des Angelsportvereins:
www.angelsportverein-herford.de.
Fertigstellung des Holzsteges westlich des Hcker-Moor-Sees mit Handlauf. bernahme der Kosten durch den Arbeitskreis Hcker Moor und aus dem Erls des Holzfloes. Angelsportverein mit Untersttzung des Forstbetriebsbezirks Herford.
Fertigstellung des Metallpontons einschlielich einer mobilen Pumpleitung und Slipstelle mit Frderung aus der Fischereiabgabe, Bezirksregierung Detmold. Angelsportverein mit Genehmigung der Slipstelle durch die Untere Landschaftsbehrde, Kreis Herford.
Versuchspflanzung von Schilf. Hegering Spenge, Revier Hcker-Aschen.
Instandsetzung und laufende Unterhaltung der Baumbohlenabsperrung zum Schutz der sdlichen Uferbereiche des Hcker-Moor-Sees. Untere Landschaftsbehrde, Kreis Herford.
Aus Grnden der Haushaltssicherung Reduzierung des jhrlichen Zuschusses der Stadt Spenge fr die Entschlammung auf 150,-- €.
2008
Vorstellung des Arbeitskreises Hcker Moor in der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft der Stdte und Gemeinden im Kreis Herford.
Teilnahme des Arbeitskreises am Tag des offenen Hofes“ der Kreislandwirtschaft am 08.06.2008 auf dem Hof Potthoff, Nordstrae, in Spenge.
Vorstellung des Arbeitskreises am Tag der offenen Tr“ des Angelsportvereins Anfang September 2008.
WDR-Beitrag ber Entschlammung am Hcker Moor in der Sendung OWL aktuell (3-mintiger Film) Anfang September 2008.
Pontoneinsatz
Fertigstellung des neuen Metallpontons.
Gemeinsame Arbeitseinstze des Angelsportvereins und der Interessengemeinschaft der Schiffsmodellbauer. Materialkosten Arbeitskreis Hcker Moor.
Fortsetzung der naturnahen Uferbefestigung zum Erhalt der nrdlichen, kulturhistorisch entstandenen Landzungen. Angelsportverein. Material Untere Landschaftsbehrde, Kreis Herford.
Ein Fischadler ist auf dem Durchzug von Ende August bis Anfang Oktober 2008 am Hcker Moor zu beobachten.
2009
Erhhung des jhrlichen Zuschusses von der Anliegergemeinschaft Hcker Moor auf 225,-- €.
Zuschuss der Jagdpchter von 100,-- €.
2010
Teilnahme und Prsentation des Arbeitskreises am Tag der Vereine und Selbsthilfegruppen“ am 12. und 13.09.2010 im Brgerzentrum Spenge.
Erstes Hegefischen der Jugendgruppe des Angelsportvereins mit finanzieller Untersttzung des Arbeitskreises Hcker Moor.
Anschaffung eines leistungsfhigen Hochdruckgertes mit einer beweglichen Druckleiter zur Steigerung und Vereinfachung des Einsatzes der Schlamm-Membran-Pumpe. Angelsportverein mit Untersttzung des Heimatvereins Hcker-Aschen. Finanzielle Frderung durch die Sparkassenstiftung Herford von 2.500,-- € / Restfinanzierung (ca. 20%) Arbeitskreis Hcker Moor.
Bau eines neuen Info-Standes fr die ffentlichkeitsarbeit einschlielich Flachbildmonitor. Angelsportverein. Materialkosten und Kosten fr den Monitor Arbeitskreis Hcker Moor.
2011
Instandsetzung der Info-Tafeln mit den aktuellen Logos der Sponsoren. Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde.
Fortsetzung der naturnahen Uferbefestigung zum Erhalt der nrdlichen, kulturhistorisch entstandenen Landzungen.
Angelsportverein. Material ber Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde, Gewsserentwicklungsprojekt WWE.
Infostand-Hcker-2011
Infostand-Hcker-2011
Teilnahme und Prsentation des Arbeitskreises Hcker Moor beim Fest der Dorfgemeinschaft Hcker-Aschen 150 Jahre Windmhle - 860 Jahre Dorf Hcker-Aschen“ am 13.06.2011
Entwicklung eines eigenen Logos fr den Arbeitskreis Hcker Moor. Druck von Aufklebern. Kosten Info-Buchungskonto Arbeitskreis Hcker Moor.
RWE Klimaschutzpreis 2011 wird dem Arbeitskreis fr das ehrenamtliche Engagement zur Erhaltung des Hcker Moores fr den Menschen und der Tier- und Pflanzenwelt in der Region“ verliehen. Der Preis ist mit 1.000,-- € dotiert.
Fortsetzung der naturnahen Uferbefestigung zum Erhalt der nrdlichen, kulturhistorisch entstandenen Landzungen. Angelsportverein.
Material ber Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde, Gewsserentwicklungsprojekt WWE.
2012
Manahmen zur naturnahen Entwicklung des Moorbaches auf Kreisflchen einschlielich Vergrerung des Durchlasses Torfstrae zur Verbesserung der kologischen Durchgngigkeit und auch des Wasserabflusses. Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde und Untere Wasserbehrde.
Fortsetzung der naturnahen Uferbefestigung zum Erhalt der kulturhistorisch entstandenen Landzungen. Angelsportverein. Material ber Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde, Gewsserentwicklungsprojekt WWE.
Abstimmung fr ein drittes Splfeld im Bereich der Seerose mit dem Eigentmer und dem Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde. Angelsportverein.
Nachweis der Teichmuschel im Hcker-Moor-See nach Testbefischung. Angelsportverein.
2013
Instandsetzung der Baumbohlenabsperrung am sdlichen Ufer. Kreis Herford, Untere Landschaftsbehrde, Forstbetriebsbezirk Herford, RFA OWL, Stadt Spenge.
Bau eines 3. Splfeldes. Angelsportverein.
Gehlzpflege (Phytophthera-Pilz) und Pflanzung von Erlen / Kopfweiden auf den Landzungen durch Angelsportverein, Forstbetriebsbezirk Herford, RFA OWL.
2018
Berichte aus dem Arbeitskreis:
Herr Klaus Fischer-Riepe berichtet, dass die Kosten fr die Rumung der beiden Splfelder auf dem Grundstck Kipp entsprechend eines Angebotes eines hiesigen Unternehmers nicht zu stemmen gewesen sei. In Abstimmung mit Herrn Kipp habe man mit dem landwirtschaftlichen Lohnunternehmer Herrn Martin Sonntag eine preisgnstige Lsung gefunden. Fr die Aufbringung werde er landwirtschaftliche Flchen zur Verfgung stellen. Witterungsbedingt seien die Manahmen im vergangenen Jahr nicht durchzufhren gewesen. Man warte nunmehr auf Frost oder eine Trockenperiode in den Sommermonaten.
Herr Vorfeld berichtet, dass 2017 fr den Angelsportverein (ASV) ein durchschnittliches Jahr gewesen sei. An die Fangergebnisse des Jahres 2016 mit 260 kg sei man nicht herangekommen. Erwartete Laichaktivitten im Weifischbestand htten sich nicht eingestellt. Sorgen bereite dem ASV der hohe Fang und damit Bestand an Welsen von 40-50 cm, aber auch bis 140 cm Lnge. Ebenso sehe er die fehlende Fortpflanzung von Wei- und Edelfischen mit Sorge. Eine Klarwasserphase und Verluste durch Fischsterben habe es 2017 jedoch nicht gegeben. Vornehmlich im Angel- bzw. Jugendheim habe sich hoher Erhaltungsaufwand ergeben. Ferner sei ein neuer Kompressor einschlielich Schlauch fr die Belftung des Sees in den Wintermonaten bei Frost angeschafft worden.
Fr ein im vergangenen Jahr angesprochenes, begleitendes Fischereigutachten habe er einen anerkannten Fischereisachverstndigen gefunden. Die voraussichtlichen Kosten von rd. 3.000,-- Euro seien jedoch fr den ASV derzeit zu hoch und man denke ber Eigenhilfe zur Kostenreduzierung nach. Das Seewasser habe im vergangenen Jahr eine leichte Trbung aufgewiesen und sei mit ausreichend Sauerstoff versorgt gewesen. Ziel des ASV sei es, ein attraktives Angelgewsser zu werden. Die derzeitige Entwicklung werde berwiegend optimistisch gesehen.
Frau Klennert ergnzt, dass 2017 im April, Juli und Oktober Wasserproben untersucht worden seien. Eine heie Sommerperiode habe es nicht gegeben. Der Sauerstoffgehalt mit 7-8 mg/l sei gut und die Oberflchenwasserverordnung eingehalten. Ammonium berschreite allerdings die Grenzwerete um das 1,5 fache.
Die Stickstoffwerte seien gegenber 2016 leicht angestiegen, Phosphat deutlich herunter gegangen. Der steigende Trend in 2016 habe sich damit nicht fortgesetzt. Sie erklrt, dass eine Winterbeprobung mangels verfgbaren Boots nicht mglich gewesen sei. Im Oktober habe man nur an drei Stellen Wasserproben untersucht und halte diese Reduzierung, auch fr die Zukunft, fr ausreichend.
In der anschlieenden Errterung kam man zu dem Schluss, dass sich der Hcker-Moor-See nach den Klarwasserphasen in 2013/14 mit enormen Sauerstoffmangel und Fischsterben in 2017 mit durchaus positiven Tendenzen entwickelt hat und man fr die weitere Entwicklung optimistisch ist.
Herr Ewering fhrt danach aus, dass es 2017 zu erheblichen Zuwanderungen ber die zum Teil trocken gefallenen Wasserlufe von Bisamratten und Nutrias gekommen sei. Er hoffe, dass eine ganzjhrige Bejagung in NRW wieder hergestellt und die Unterschutzstellung aufgehoben werde. In Gro-Aschen seien 24 Nutrias in einem Fuchsbau gestellt, in Hcker-Aschen 7 Nutrias und eine Bisamratte erlegt worden. Er geht dann auf die Beseitigungspflicht der Jagdpchter bei Fallwild, das insbesondere bei Rehwild zugenommen habe, ein. Hasen und erstmals auch Fasane seien im lfd. Jagdjahr nicht erlegt worden. Bei Raubwild htten insbesondere die Steinmarder zugelegt. Seien in den Vorjahren 7-13 Tiere erlegt worden, komme man in diesem Jahr auf 21 Tiere.
In dem sich anschlieenden Austausch wird auf die Bestnde der Wildgnse eingegangen, unter denen sich neben einer hohen Anzahl Nilgnsen auch Blssgnse befinden. Die Rckverfolgung einer beringten Kanadagans hat ergeben, dass diese in der Vergangenheit in Groningen (Niederlande) als auch in Dnemark gesichtet worden ist.
Vorstellung von Pflanzen rund um das Hcker Moor durch den Botaniker Herrn Carsten Vogelsang, Spenge.
Herr Vogelsang fhrt einleitend aus, dass botanische Artenbestimmungen am Hcker Moor eine lange Tradition haben und belegt dieses mit einer Bilderdarstellung aus einer schriftlichen berlieferung von 1852. Er stellt in einem kurzweiligen Lichtbildervortrag zum Thema Bemerkenswerte Pflanzenarten am Hcker Moor“ fnf Arten aus den Lebensrumen Erlenbruchwald, Grn-, Feucht- und Weideland am Hcker Moor vor, erlutert deren Besonderheiten, Erkennungsmerkmale und lenkt den Blick auf unscheinbare Schnheiten, Details, Aufflligkeiten, Fortpflanzung und berlebensweise dieser kleinen Spezialisten. Alle vorgestellten Arten sind auf spezielle Standorte und Umfeldbedingungen angewiesen und im Vergleich mit der landesweiten Verbreitungskarte in NRW gefhrdet, von Aussterben bedroht oder galten als verschollen und sind tlw. die einzigen Funde im Weserbergland. Der Fachvortrag fand hohe Anerkennung und Zuspruch.
2019
Frau Bartelheimer (Stadt Spenge) stellt Herrn Tim Fischer-Riepe vor, der als Vorsitzender und Nachfolger von Herrn Klaus Fischer-Riepe sowohl die Anliegergemeinschaft Hcker Moor als auch die Fischereigenossenschaft Spenge im Arbeitskreis vertrete, sowie Herrn Herward Siebert von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Kreisverband Herford.
Klaus Fischer-Riepe (v.v.l.) bergibt den jahrelang gefhrten Vorsitz seinem Neffen Tim Fischer-Riepe.
Freifrau von Sabine von Richhofen (h.v.l.), Horst Ktter-Hempelmann, Wilhelm Ktter-Hempelmann, Hans-Peter Kipp und Fritz Wehrmann-Warning freuen sich ber den Generationenwechsel. ©Spenger Echo.
Herr Tim Fischer-Riepe berichtet, dass alle Fischereipachtvertrge mit den bisherigen Pchtern ber eine Laufzeit von 12 Jahren ab dem 01.01.2019 zum Abschluss gebracht werden konnten und man sich freue, die langjhrigen und vertrauensvollen Pachtverhltnisse fortsetzen zu knnen.
Herr Vorfeld berichtet, dass 2018 fr den ASV ein sehr zufriedenes Jahr, trotz der langanhaltenden Trockenperiode mit hohen Temperaturen, gewesen sei. Ein flchendeckendes Fischsterben habe es nicht gegeben. Fr die im Frhjahr durchgefhrte Besatzmanahme mit Hecht (100 Stck, 30-40 cm und ca. 5 kg fangfhig) sei der pltzliche Temperaturanstieg im Mai, nach einem eher nassen Frhjahr, jedoch eine Herausforderung gewesen und 50% des Besatzes bedauerlicherweise verendet. Besatzmanahmen wolle man, wie in den Vorjahren auch, knftig fr den Herbst planen.
Trotz des extremen Wetters mit einem gesunkenen Wasserstand um mehr als 20 cm und Wassertemperaturen von bis zu 27 C im Hcker-Moor-See habe es keine groen Verluste gegeben. Der Zustand sei relativ stabil geblieben. Der Sauerstoffgehalt habe sich im guten Niveau und ber den fr Fische kritischen Wert von 4 mg/l gehalten.
Eine positive Entwicklung habe es ebenso im Verein mit Zuwachs von 15 Neumitgliedern gegeben. Auch sei die Ausgabe von Tagesfischerei-Erlaubnisscheinen gestiegen. Entsprechend den Eintragungen in den Fangkarten seien 224,6 kg abgefischt worden. Darunter 94 Aale (62 kg), 44 Barsche, und 10 Hechte (38 kg). Beunruhigend seien die Fangergebnisse zum Wels mit 79 Stck gewesen. Der grte Wels mit einer Lnge von 1,75 m habe 48 kg gewogen. 2 Karpfen (6 kg) seien nach den Fangkarten entnommen worden. Ziel des ASV sei es, alle Welse zu entnehmen und den Hecht durch Besatz zu frdern.
Im Winter habe man Gehlzpflegemanahmen durchgefhrt, Angelpltze freigeschnitten, morsche und umgestrzte Bume entfernt und die Spitze der Landzunge mittels Erlenfaschinen befestigt.
Auf Anfrage erklrte Herr Vorfeld, dass der ASV zur Zeit keine weitere Entschlammungsaktion plane. Trotz Untersttzungen aus dem Umfeld und der Gastronomie sei man personell derzeit nicht in der Lage, die zeitlich aufwndige Schlammentnahme durchzufhren.
Frau Bohrer (Kreis Herford) berichtet, dass von Herrn Carsten Vogelsang wieder kleine botanische Schtze, die in OWL als gefhrdet bzw. als ausgestorben gelten, gefunden wurden und eine Herausforderung fr die richtige Pflege, insbesondere auf den Kreisflchen, seien.
Herr Ewering berichtet ber Fang und Fallenjagd auf Nutria, Bisamratten und Waschbr mit guten Erfolgen im Jagdbezirk wie auch in den Nachbarbezirken, insbesondere an der Warmenau in Gro-Aschen und Schiplage. Er bringt zum Ausdruck, dass seines Erachtens ber eine Frderung der Jger auf Landesebene fr die aufwndige und teure Fallenjagd nachzudenken sei.
Ein an der schnell befahrenen Torfstrae geplanter Blhstreifen werde mit Untersttzung der unteren Naturschutzbehrde an anderer Stelle und abseits vom Straenverkehr durch den Landwirt in Hcker-Aschen verwirklicht. Er kritisiert, dass die Agrarumweltmanahme zur Anlegung von Blh- und Schonstreifen“ keine Regelungen zur Verkehrssituation im Umfeld von gefrderten Blhstreifen“ treffe.
Wenn es um die Pflege des Hcker Moores geht arbeiten Vertreter verschiedenster Interessengruppen im Arbeitskreis Hcker Moor zusammen.
Mit dabei:
Edelhart Scheidig (v.l.n.r.), Udo Vorfeld, Karin Bohrer, Norbert Cebulla, Doris Bartelheimer, Tim Fischer-Riepe, Rainer Pfeiffer und Hans-Peter Kipp.
© Westfalenblatt
25.05.2019
Arbeitskreis Hcker Moor will Infotafeln aktualisieren - Dauerthema: Verlandung entgegenwirken
Seerosen gepflanzt und Schilf gesetzt
Von Daniela Dembert
Spenge (WB). Mit elf Hektar Wasserflche ist das Hcker Moor das grte natrliche Gewsser des Kreises Herford. Ohnehin durchschnittlich nur einen Meter tief ist das Biotop und Naherholungsgebiet bestndig von Verlandung bedroht.
Der Arbeitskreis Hcker Moor hat sich zur Aufgabe gemacht, das Gewsser und seine Umgebung als mglichst unberhrten Lebensraum und Naherholungsgebiet zu erhalten.
Am Donnerstagabend trafen sich Vertreter der verschiedenen Anlieger- und Nutzergruppen zum jhrlichen Runden Tisch, um einen Ist-Stand zu erheben und weitere Manahmen zum Schutz des Moores zu besprechen.
Nchstes Projekt: die Infotafeln
Zum Arbeitskreis gehren der Angelsportverein Herford, die Anliegergemeinschaft, das Biologiezentrum Bustedt, die Schiffsmodellbauer, die Kreisjgerschaft, der Hegering Spenge, Wasser-, Naturschutz- und Forstbehrden des Kreises, die Schutzgemeinschaft deutscher Wald und die Stadt Spenge.
Nchstes Projekt: die Infotafel entlang der Wege sollen aktualisiert werden. Viele kleine Manahmen seien seit Grndung der Interessengemeinschaft durchgefhrt worden, um Wasserqualitt und Umgebung des Moors als Lebensraum fr verschiedenste Tiere und Pflanzen zu verbessern. weiterlesen